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GRÜNDERSTORY
IHK Wirtschaftsmagazin 11/2019

RAMONA EGEMANN MIT MEINCARE

Mut zum Risiko, eine innovative Idee und ein Gespür für Trends zeichnen erfolgreiche Gründungen aus. Ramona Egemann hat all das mit meincare, einem Pesonaldienstleister für Gesundheitsberufe, bewiesen.

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind ein junger Personaldienstleister für Gesundheitsberufe. Unter der Marke „meincare“ bieten wir Personalleasing im Gesundheitswesen und Zeitarbeit an. Aktuell gelingt es unserem sechsköpfigen Kernteam über 60 Mitarbeiter bei unseren bundesweiten Kunden zu koordinieren. Unsere Mitarbeiter sind fast ausschließlich examinierte Kranken- und Altenpfleger. Den Unternehmensstandort in der Erfurter Altstadt haben wir im laufenden Jahr um Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt erweitert.

Wie kamt Ihr darauf Euch mit Personaldienstleistung zu beschäftigen?

Den Anfang haben natürlich klassische Angestelltenverhältnisse in der Personaldienstleistungsbranche gemacht. Unsere Branchenerfahrung hat uns aber gezeigt, wo es Verbesserungen und Stellschrauben zur Optimierung gibt. Das Thema Gesundheit hat mich von der Ausbildung über meine berufliche Tätigkeit hin zur Personaldienstleistung immer begleitet. Der entscheidende Funke zur unternehmerischen Selbständigkeit kam natürlich im Gespräch mit den Kollegen. Die Frage, wer hat den Mut etwas aufzusetzen, frei von reiner Geldgier und menschlicher Ignoranz in bestehenden Strukturen, hat bei Sascha Klose und mir einen spontanen Gründungswunsch entfacht. Da wir uns in der Gesundheitsbranche und deren Anforderungen in Bezug auf das Personal auskennen, haben wir für uns die Frage nach dem „Wann?“ mit „Sofort!“ beantwortet.

Wie war die Gründungsphase?

Die Geschwindigkeit der spontanen Gründungsentscheidung wollten wir auch im Gründungsprozess fortsetzen. Die richtigen Mitarbeiter waren schnell gefunden, denn mit unserem Firmenmotto „Wir pflegen unser Personal“ konnten wir bei unseren Mitarbeitern mit Vertrauen und Zuverlässigkeit punkten. Besonders die Zulassung bei der für die Arbeitnehmerüberlassung zuständigen Agentur in Kiel hat uns fast drei Monate Zeit gekostet. Wenn man jeden Tag den Postkasten mit der Hoffnung auf Post von der Agentur prüft, kann dies schon die Nerven belasten. Nur durch den entsprechenden Zusammenhalt im Führungsteam und der Transparenz gegenüber zukünftigen Mitarbeitern konnten wir diesen Zeitraum überbrücken.

Welche Unterstützung habt Ihr Euch geholt?

Das fachspezifische Wissen brachten Sascha Klose und ich aus unserer langjährigen Tätigkeit mit. Wir benötigten nur Hilfe bei der Erstellung von Businessplan und finanzwirtschaftlicher Planung. Dabei konnten wir einen Unternehmensberater mit entsprechendem Know-how einbinden, welcher uns unter anderem sehr erfolgreich bei der Bankenfinanzierung unterstützt hat. Im Rahmen unserer Finanzierung haben wir unser Konzept der IHK vorgestellt und ein positives Feedback erhalten. Unser Unternehmensberater wird auch weiter für strategische Fragen an unserer Seite stehen.

Wie sehen eure Pläne für die nächste Zeit aus?

Der Gesundheitssektor wächst und wir sehen viel Nachfrage für unsere Dienstleitung. Wir wünschen uns, dass sich noch mehr Altenpfleger, Krankenpfleger und sonstige Fachkräfte im Gesundheitswesen bei uns melden, denn unsere Mitarbeiter sind unser Potential. Ab Januar 2020 wollen wir als GmbH am Markt auftreten und befinden uns aktuell wieder im Zulassungsverfahren bei der Arbeitsagentur Kiel. Neben dem Ziel der Eröffnung eines neuen Standorts in Hessen, liegen die Pläne für eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft schon in der Schublade.

Die Gründer von Meincare

Ramona Egemann
Geschäftsführer

Sascha Klose
Geschäftsführer